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Geschichte
und Philosophie der Homöopathie
Dr.
Friedrich Samuel Hahnemann
(1755-1843) war Arzt, Apotheker und
Chemiker.
Er gab nach einigen Berufsjahren
seine ärztliche Praxis entmutigt
auf, nachdem er erkannte, dass er
mit den damals üblichen drastischen
Methoden die Leiden seiner Mitmenschen
eher verschlimmerte als sie zu lindern.
Dr. Hahnemann beherrschte 5 Sprachen
und verdiente seinen Lebensunterhalt
mit der Übersetzung medizinischer
und chemischer Schriften.
Dabei stieß er auf die Beschreibung
der Wirkungsweise von Chinarinde bei
Malaria. Er hielt diese Erklärung
für abwegig und machte einen
Selbstversuch, indem er Chinarinde
mehrere Tage zu sich nahm.
Hahnemann stellte fest, dass die Substanz
eben genau die Symptome der Malaria
erzeugte, die man mit diesem Mittel
zu bekämpfen versuchte.
Das 1. Prinzip der Homöopathie war entdeckt...
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Die
Prinzipien der Homöopathie
1.
Ähnlichkeitsprinzip:
Similia Similibus Curentur
(Heile Ähnliches mit Ähnlichem).
Die Wurzeln dieses Prinzips findet man
in Ansätzen schon bei Hippokrates
(ca. 460-377 v.Chr.).
2.
Potenzierung bzw. Dynamisierung:
Da viele Arzneisubstanzen giftig sind,
begann Hahnemann mit höheren Verdünnungen
zu experimentieren, sie in Wasser, Alkohol,
später Milchzucker stufenweise
zu verdünnen und zu präparieren.
Hieraus entwickelte sich die Dynamisierung,
das heißt, nach jedem Verdünnungsschritt
wurde die neu erhaltene Arznei mit kräftigen
Schüttelschlägen versehen.
Durch dieses Verfahren nach genauer
Vorschrift - verlieren giftige Substanzen
ihre schädliche Wirkung und entfalten
ihre eigentlichen Wirk- und Heilkräfte.
3. Arzneimittel
Die Ausgangsstoffe homöopathischer
Arzneien kommen vor allem aus dem Pflanzen-
und Tierreich oder bestehen aus Mineralien.
4. Die Lebenskraft, Dynamis
Die den Organismus lebendig machende
Energie wurde von Hahnemann Lebenskraft
oder Dynamis genannt. Erkrankt der Mensch,
so ist erst einmal diese Lebenskraft
durch den krankmachenden Auslöser
gestört.
Er fand heraus, dass die
äußerlich sichtbaren Krankheitssymptome
nicht die eigentliche Krankheit darstellen,
sondern nur ihr sichtbarer Ausdruck
sind. Alle Irritationen an Leib und
Seele können zu Krankheiten führen,
die sich entweder körperlich oder
seelisch ausdrücken.
Ausnahmen bilden Verletzungen durch
Unfälle.
Um die Lebenskraft wieder herzustellen,
bzw. ins Gleichgewicht zu bringen, benötigt
die Lebenskraft feinstoffliche Arzneien
und keine grobstofflichen chemischen
Substanzen. |
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